Einzelartikel aus „https://bruecke-unter-dem-main.de - Frankfurter Netzzeitschrift“

Das kritische Tagebuch

Was man aus der Antike hinsichtlich AfD lernen kann

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Kulturdezernentin verordnet dem öden Platz ein luftiges Segel

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Das islamistische Attentat auf den Christopher Street Day in Berlin zeigt, dass Lesben, Schwule und Transgenderpersonen nach wie vor auf…

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Ist die Schule noch die Schule der Nation?

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Vom Geist der Zeit

Literatur ist ein scharfes Schwert.

 

 

AfD, wir weben euer Leichentuch,

wir weben hinein den dreifachen Fluch.

Verfluchen den Geist, aus dem ihr…

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Das System AfD

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Die Schriftstellerin Monika Maron

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Naive Positionen helfen nicht weiter

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Die Erfahrungen des Fördervereins PRO LESEN

in Frankfurt-Sachsenhausen 2009 - 2025

 

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Das Magazin „Chrismon“ wird 25

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Wissenswertes über Dummheit

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Ausgewählte Sprachhülsen

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Eine Spurensuche für die Gebildeten unter den Verächtern

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Maßstäbe und persönliche Stilbildung

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Buchtipps

Rote Erde, tote Orte, fiese Typen. Kurzroman

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Kurzroman

Virtuelle Geschichte. Spannend erzählt. Originalveröffentlichung

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Erstveröffentlichungen

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Die verdammt blutige Geschichte der Antike

ohne den ganzen langweiligen Kram

 

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Logbuch Deutsch

Wie wir sprechen, wie wir schreiben

 

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Nachrichten. Kultur – Politik – Wissenschaft

Gedenktage im Oktober 2026

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„SPIEGEL-Bestseller“-Aufkleber gefallen Lesern mit geschultem Literaturgeschmack nicht.

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SchreibWerkstatt

Neue Texte Frankfurter Autoren

Tschechische Erzähler. 134. PRO LESEN-Themenwoche

12. - 17. Oktober 2026

 

Tschechische Erzähler

Vorgestellt von PRO LESEN

Büchertisch und Lesung

Bibliothekszentrum Sachsenhausen, Obergeschoss

 

 

15. Oktober 2026, 19:00 - 20:30 Uhr
Lesung im Donnerstagabend Studio

Aussschnitte aus

Bohumil Hrabal:
Ich habe den englischen König bedient

Ota Filip: 
Pinzza ist gestorben

Karel Čapek: 
Der Mordversuch

Jaroslav Hašek: 
Praktikant Schemla

Jan Neruda: 
Der Wassermann

 

Es liest das PRO LESEN-Redaktionsteam

Mit Publikumsgespräch. Eintritt frei

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Kulturmeile ins Kulturchaos?
Frankfurts Haushalt reicht nicht aus für Luxus und Wünschenswertes 

 

 

Die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung beschloss vor ca. drei Jahren endgültig den Abriss der Theaterdoppelanlage am Willy-Brandt-Platz und den Neubau der Oper (am selben Ort) und des Schauspielhauses (auf der bisherigen Helaba-Liegenschaft an der Neuen Mainzer Straße). Außerdem den Bau eines Ausweichquartiers während der Bauzeit im Industrieareal an der Gutleutstraße. Letzteres soll mit einer verlängerten Straßenbahnlinie rasch und umweltfreundlich erreichbar sein. Die für das Projekt verantwortliche Kulturdezernentin schwärmte von einer Kulturmeile zwischen Museumsufer und Alter Oper und hat diverse plakative Entwürfe vorgestellt.

Damit alles äußerlich elegant wird, verwarf sie mit einem Federstrich sämtliche Überlegungen über eine pragmatische Sanierung des 60 Jahre jungen Bauwerks, die für den Stadthaushalt eigentlich angemessener sein dürfte. 

 

Denn die Kosten für das Projekt werden nach dem derzeitigen Baukostenindex bei 1,3 Milliarden Euro liegen. Doch in den bisherigen Haushaltsentwürfen fehlt der Posten „Theaterneubau“ völlig. Möglicherweise rechnen Stadtparlament und Kulturdezernat damit, dass rechtzeitig Geld vom Himmel fallen wird. Vielleicht hofft man darauf, dass sich in dem 2 Millionen Euro teuren Netz, das über der Konstablerwache gespannt wurde und als Kunst ausgegeben wird, sich Sternentaler in Milliardenhöhe verfangen. Oder dass das Land Hessen einen gewaltigen Batzen rüberschiebt.

 

Möglicherweise zieht man sogar Schwarzgeld von bekannten Clans in Betracht. Solches wird häufig zu Betongold gewaschen. Allerdings bekäme die Kulturmeile dann einen etwas halbseidenen Anstrich. Im Penthouse der Neubauten träfe man auf den einen und anderen Puff. Und in Seitenflügeln stieße man auf Luxusherbergen von Oligarchen.

 

Da ich hin und wieder Stadtverordneten begegne (außer in Schauspiel und Oper), halte ich es für wahrscheinlich, dass sich fast keiner Gedanken über die Finanzierung gemacht hat. Man hat ohne Wissen, aber mit reinem Gewissen für eine vermeintlich gute Sache gestimmt. Für alles andere würden die Götter sorgen. Oder der Finanzminister in Wiesbaden.

 

Aber der legt sich quer. Die Landesregierung genehmigt Frankfurts Haushalt nur unter Auflagen. Teure Projekte, deren Finanzierung nicht gesichert sind, stehen auf der Streichliste. Heiße Kandidaten sind die Multifunktionshalle im Stadtwald, die Oper, das Schauspielhaus und der grüne Deckel über der A 661. Mutmaßlich wird die Stadtbücherei weiterhin ein Defizit (sprich: uralte Schinken) verwalten und Filialen in den Stadtteilen könnten geschlossen werden.

 

Hätte man vor fünf Jahren mit der umfassenden Sanierung der Theaterdoppelanlage begonnen, wäre diese Maßnahme längst abgeschlossen. Sollte das Theater tatsächlich so baufällig sein, wie es beschrieben und beschrien wurde, könnte man dem Verfall sogar zusehen. Aber besser von außen, denn innen wird es, traut man den Auguren, bald lebensgefährlich. Frankfurt wäre in absehbarer Zeit ohne Theater. 

Vermutlich dürften die Abgeordneten, die für die Neubauten stimmten, es mit Achselzucken zur Kenntnis nehmen. Das Leben sei eben kein Wunschkonzert. Und solange die Eintracht in der ersten Liga spielt, wäre die Welt noch in Ordnung. Ein Milliardenprojekt für lediglich 40.000 Stammbesucher hätte ohnehin das Geschmäckle eines unmoralischen Angebots.

 

Bitte bleiben Sie uns gewogen und diskutieren Sie streitig.

Ihr Klaus Philipp Mertens