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87. PRO LESEN - Themenwoche Dezember 2019

Erinnerungen an Theodor Fontane

Aus Anlass des 200. Geburtstags
am 30. Dezember

Teil 2: Die großen Romane
 

Buchausstellung im Bibliothekszentrum Sachsenhausen
16. – 21. Dezember 2019
während der Öffnungszeiten der Bibliothek

Donnerstagabend-Lesung am 19. Dezember,
Beginn 19:00 Uhr
Vom heiteren Darüberstehen
Exemplarisches aus Fontanes Spätwerk

Anschließend Publikumsgespräch

Eintritt frei

 

Der alte Fontane

Von der stellenweisen Gültigkeit des Vergangenen

 

 

Liebe Leserinnen und Leser,
 

Theodor Fontane, dessen 200. Geburtstag am 30. Dezember ansteht, hat auch die Dichter und Schriftsteller sowohl in seiner Epoche als auch in den späteren Perioden fasziniert. Thomas Mann hat sich in seinem Essay „Der alte Fontane“ detailliert und wohlwollend mit seinem Spätwerk auseinandergesetzt. Kurt Tucholsky widmete ihm (unter dem Pseudonym Theobald Tiger) ein Gedicht, das am 1. September 1918 im „Berliner Tageblatt“ veröffentlicht wurde:

 

Damals, so in den achtziger Jahren,
ist man noch nicht mit dem Auto gefahren;
alles ging seinen ruhigen Schritt,
und der alte Fontane ging ihn mit.
Ein stilles Antlitz hatten die Tage:
Frühmorgens bei Kroll, auf der Brunnenwaage
dann die Tiergartenpromenade
(»Kannten Sie Strousberg? Schade, schade!«),
dann ins Geschäft oder ins Büro,
und das ging alle Vormittage so.
Mittag zu Hause, friedliche Zeiten,
die Kinder machen Schularbeiten,
ein kleines Nickerchen mit der Zigarre,
und dann wieder in die geschäftliche Karre.
Und war der Tag besonders schön,
hieß es: »Ich habe den Kaiser gesehn!« –
Alles so sauber und preußisch und karg:
der alte Fontane und seine Mark.
Aber Fontane und alle die Alten
konnten sich auch nicht ewig halten.
Wollten noch so vieles erleben,
mußten doch gen Walhalla schweben.
Bis hin vor die Weltenesche sie ziehn,
da lagern sie sich um Vater Odin.

 

Soweit an dieser Stelle. Den kompletten Text und weitere Informationen finden Sie in der Rubrik »PRO LESEN-Themenwoche Dezember 2019«. Lassen Sie sich dazu verleiten, den alten Fonty mal wieder aufzuschlagen. Sie werden – vor allem im Altbekannten - garantiert Neues entdecken.

 

Bitte bewahren Sie sich Ihren guten literarischen Geschmack
und bleiben Sie uns gewogen.

 

Ihr Klaus Philipp Mertens