Einzelartikel aus „https://bruecke-unter-dem-main.de - Frankfurter Netzzeitschrift“

Buchtipp

Politfiction-Thriller

Kurzroman

Virtuelle Geschichte. Spannend erzählt. Originalveröffentlichung

Die Pflasterstrand-Rebellen

Das “Bündnis Georg Büchner” stellt in Frankfurt die Uhren neu 

In Frankfurt am Main hat das “Bündnis Georg Büchner” die Kommunalwahl deutlich gewonnen. Es profitierte vom Parteiwechsel vieler Sozialdemokraten vom linken Flügel der Partei und vom Eintritt prominenter Grüner aus dem sogenannten Urgestein der Öko-Partei. Bereits im Jahr zuvor setzte sich bei der Oberbürgermeisterwahl Karl Max Morten vom BGB durch. 

Nachdem sich die Stadtverordnetenversammlung konstituiert hatte, lud OB Morten zu einer Pressekonferenz ein. Einziger Tagesordnungspunkt war die Vorstellung des Programms, das der Magistrat umsetzen will. An der Spitze der Maßnahmenliste steht die vollständige Überführung von Wohnungsunternehmen in Gemeineigentum, soweit die Anteile der Kommune an den Liegenschaften das derzeit zulassen. Ebenso wird das Privateigentum an Griund und Boden in Frankfurt beendet. Es wird künftig nur noch eine Nutzung auf Zeit geben und auf eine 30-jährige Pacht hinauslaufen. Das Eigentum an den Gebäuden bleibt davon unberührt. Um der Zersiedelung der Landschaft und der Klimaveränderung entgegenzuwirken, müssen private Neubauten mindestens vier Wohnungen von durchschnittlich 80 qm enthalten, die mehrheitlich zur Mietung anzubieten sind. Die Gewerbegenehmigung für Maklerbüros wird auf große Gewerbeimmobilien beschränkt. Für das Vermitteln und Verkaufen von Gebäuden wird die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) auf 35 Prozent angehoben.

Auch in der Verkehrspolitik werden neue Akzente gesetzt. Frankfurt soll zur Stadt der Fußgänger und des ÖPNV werden. Radwege werden nach den Grundsätzen verkehrspolitischer Notwendigkeit (ohne Konflikte mit Geh- und Schienenwegen) genehmigt. Radfahrer müssen entweder den allgemeinen Führerschein oder einen auf Räder beschränkten besitzen. E-Roller und Lastenräder werden verboten.

 

All das klingt nach ferner Zukunft. Doch Johannes Haan ist in seinem spannenden Kurzroman, der viele Krimi-Elemente enthält, von früheren Planungen ausgegangen, die aus parteipolitischen Gründen nie angegangen wurden. So entstand eine virtuelle Geschichte, die aber spätestens übermorgen Realität sein könnte.

Das Taschenbuch erscheint als gestaltetes PDF voraussichtlich im September/Oktober 2026. Der Preis wird 10 Euro betragen. Bezugsquelle soll der Buchhandel sein, soweit er das Downloaden von PDFs organisieren kann.

 

Die Kurzroman-Reihe “Politfiction-Thriller” wird fortgesetzt.