Frankfurter Netzzeitschrift für Kultur, Literatur & gesellschaftlichen Diskurs

KulturNachrichten

Schauspiel Frankfurt

Premiere 30. November 2019

»Geschlossene Gesellschaft« von Jean-Paul Sartre

FAUST-Theaterpreisträgerin Johanna Wehner führt Regie in Sartres »Geschlossene Gesellschaft«. Sie war 2013/14 Mitglied des ersten Jahrgangs des REGIEstudios und inszenierte u.a. »Die Geierwally« von Wilhelmine von Hillern und Maxim Gorkis »Nachtasyl«. Mit »Geschlossene Gesellschaft« gibt sie ihr Debüt im großen Haus.

Lungenentzündung, Gas und zwölf Kugeln – so sind Inès, Estelle und Garcin zu Tode gekommen, bevor sie von einem undurchsichtigen Diener hierher gebracht wurden. In die Hölle, das wissen sie gleich, auch wenn Sartre ohne Höllenfeuer und ähnliches Beiwerk auskommt.

Für Sartre ist die Hölle, in der sich seine drei Antagonisten befinden, eine conditio humana, eine Grenzsituation, aus der es kein Entkommen gibt. Schicht um Schicht legen sie ihre Niederlagen und Grausamkeiten offen. So unterschiedlich sie scheinen, sie verbindet ein gemeinsames Ringen um das, was sie sind, was sie sein wollten und als was sie gesehen werden wollen. Wer bin ich, wer sind die Anderen? Wenn Sartre den Anderen als Hölle beschreibt, dann vielleicht, weil er einem Selbst so ähnlich ist?

 

 

Regie Johanna Wehner
Bühne Volker Hintermeier
Kostüm Ellen Hofmann
Musik Felix Lange
Dramaturgie Ursula Thinnes

 

Darsteller:
Inès
Patrycia Ziolkowska Estelle Anna Kubin Garcin Matthias Redlhammer Kellner Heidi Ecks

 

Weitere Vorstellungen 2. / 7. / 9. / 18. / 20. / 26. Dezember 2019