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Der Feind in den eigenen Reihen

Linke wollen Wahlerfolg der Linken verhindern

Einer Meldung des Hessischen Rundfunks zufolge kritisiert die Landtagsfraktion der Linken das Vorhaben der hessischen Landesregierung, Ungeimpften, die sich mit Covid-19 ansteckten, die Lohnfortzahlung während der Quarantäne zu streichen. Die Gesundheitsexpertin der Linken, Christiane Böhm, begründet das so: „Nun will Schwarz-Grün in Hessen offenbar schlechten Beispielen folgen und Regelungen wie in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz auf den Weg bringen." Dies sei der falsche Weg, materiellen Druck auszuüben und damit eine Impfverpflichtung durch die Hintertür einzuführen.
 

Frau Böhm verwechselt bei ihrer Argumentation ganz offensichtlich die logischen Ebenen. Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ist eine soziale Errungenschaft, welche die finanziellen Folgen einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit ausgleichen soll. Sie ist keine Prämie für unsolidarisches und grobfahrlässiges Verhalten.
 

Angesichts der Tatsache, dass sich 65 Prozent der Wahlberechtigten (parteiübergreifend, abgesehen von Anhängern der AfD) sowohl für die 2G-Regel als auch für die Aussetzung der Lohnfortzahlung bei Fahrlässigkeit (Impfverweigerung) ausgesprochen haben, lässt sich die Verlautbarung der Linken-Fraktion nur so interpretieren: Linke Dogmatiker wollen die mögliche Beteiligung ihrer Partei an einer künftigen Regierungskoalition im Bund mit allen Mitteln verhindern. Dabei nehmen sie sogar das Scheitern an der 5-Prozent-Klausel in Kauf. Ganz abgesehen davon, dass durch solche kruden Behauptungen die Ideologie von Verschwörungsfanatikern, Querdenkern und AfD unterstützt wird.

 

kpm/mrg